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Einkoch-Rezepte
Ribisel (Johannisbeeren)
Marillen
Mengen
Rezept für etwa 20 Gläser Ribiselmarmelade (zu je 220g)
● 3,5 kg frisch geerntete Johannisbeeren (Ribisel) zuerst waschen und dann von den Stengeln abrebeln.
● 1,8 kg Kristallzucker (keinen Gelierzucker!)
● 3 Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft
● ca. 15g Bio-Pektin
Arbeitsschritte
Die Ribisel in einem Topf etwas zerdrücken und kurz erhitzen. Mit Hilfe einer "Flotten Lotte" passieren um die herben Kerne zu entfernen. Dann mit dem Zucker vermischen und unter möglichst starker Hitze unter Rühren kurz aufkochen. Herunterschalten! Bio-Pektin mit etwas Zucker verrühren (es klumpt sonst) und hinzufügen. Nochmals unter Rühren 2-3 Minuten aufkochen. Gelierprobe machen und wenn nötig noch etwas Pektin hinzufügen.
Die heisse Masse sofort in sterilisierte (heisse) Gläser randhoch einfüllen. Gläser verschrauben und sofort auf ein feuchtes Schwammtuch umgedreht (auf die Schraubdeckel) abstellen. Beim Auskühlen des Glases bildet sich so ein Vakuum. Nach etwa 5 Minuten wieder normal hinstellen, sonst entsteht eine Luftblase am Boden.
Sollten Sie ihre Ribisel lieber mit Kernen haben so vermischen Sie die etwas zerdrückten Beeren gleich mit dem Zucker und lassen das Gemisch ca. 60 Minuten stehen. Dann verarbeiten wie oben.
Geschmack
Ribislmelade ist richtig sauer - besonders wenn sie mit nur 30% Zucker gemacht wird. Als dünne Fülle oder Glasur gibt sie süssem Gebäck eine herrlich frische Note.
Mein Tipp
Rote Ribiselmarmelade ist die klassische Füllung der "Linzer Augen"- ein typisch österreichisches Weihnachtsgebäck. Sie können aber auch anderes Gebäck damit füllen. Als Torten-Glasierung kann man den Ribislaufstrich verwenden, indem man ihn in der Mikrowelle etwas erwärmt. Meine Tochter macht jedes Jahr zu Weihnachten Rumkugeln, die sie in heisse Ribiselmarmelade taucht und dann in fein gehackten Mandeln wälzt.
Wissenswertes
Die vorwiegend in Europa heimische rote Ribisel ist ein relativ junges Beerenobst, das erst seit dem 16. Jahrhundert kultiviert wird. Die Bezeichnung Johannisbeere geht darauf zurück, dass sie in etwa ab dem Johannitag (24. Juni) erntereif ist. Sie gehört zur Familie der Stachelbeergewächse und wächst auf gut ein Meter hohen Sträuchern. Die Beeren sind relativ sauer, und die zahlreichen kleinen Kerne sind etwas herb. In der feinen Küche werden Ribisel daher oft sorgfältig entkernt und passiert. Rote Ribisel haben einen hohen Vitamin C-Gehalt, sind aber auch reich an Vitamin B, Magnesium und Kalzium. Allerdings sollten sie möglichst erntefrisch gegessen oder verarbeitet werden, da sie sehr empfindlich und nicht gut lagerfähig sind.
Arbeitszeit: ca. 2 1/2 Std. | Schwierigkeit: mittel

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